Update Meine Bienen – Anfang August 2026

Es ist Anfang August und gestern habe ich angefangen meine Bienenvölker für den Winter vorzubereiten

Volk 1 habe ich zunächst auf vier Mini-Plus-Zargen reduziert. Das ehemalige Volk 2 und 3 steht jetzt gemeinsam auf drei Zargen und Volk 4 habe ich ebenfalls auf drei Zargen erweitert. Damit sind alle Völker jetzt auf ihre vorläufige Überwinterungsgröße gebracht.

Seit Ende Juni hat sich bei meinen Bienenvölkern einiges getan. Deshalb möchte ich euch heute wieder ein kurzes Update geben.

Update Volk 1

Volk 1, Freyja, entwickelt sich weiterhin hervorragend. Bei der gestrigen Durchsicht habe ich das Volk auf vier Mini-Plus-Zargen reduziert. Die unterste Zarge enthielt keine Brut mehr. Ich habe die Zarge aber noch im Volk gelassen da es sehr viele Bienen hat und noch Raum braucht Wintervorräte anzulegen. In den verbleibenden drei Bruträumen waren weiterhin Eier, offene Brut und schön verdeckelte Brut vorhanden.

Ob ich dieses Volk später noch auf drei Zargen reduziere, werde ich erst in einigen Wochen entscheiden. Mittlerweile vertraue ich bei solchen Entscheidungen sehr stark meinem Gefühl. Nach einigen Jahren Bienenhaltung habe ich festgestellt, dass sich jedes Volk unterschiedlich entwickelt. Manche benötigen etwas mehr Platz, andere kommen mit weniger Raum problemlos zurecht.

Grundsätzlich überwintere ich meine Mini-Plus-Völker aber am liebsten auf drei Zargen.

Der Grund dafür ist einfach: Eine kleinere Beute muss im Winter von den Bienen weniger beheizt werden. Gleichzeitig reichen drei gut gefüllte Zargen normalerweise problemlos bis in den Februar hinein.

Ab spätestens Anfang Februar lege ich grundsätzlich Futterteig auf. Mit meiner Wärmebildkamera kontrolliere ich regelmäßig den Sitz der Wintertraube. Zu diesem Zeitpunkt sitzen die Bienen meistens bereits sehr weit oben, sodass der Zugang zum Futter gewährleistet ist.

Gerade bei Mini Plus muss man einen guten Mittelweg finden. Zu viele Zargen erhöhen das Risiko eines Futterabrisses, wenn sich das Volk weit unten befindet und das Futter ausschließlich weiter oben liegt.

Der zusätzliche Futterteig dient deshalb für mich als Sicherheitsreserve. Manche Völker benötigen ihn gar nicht, andere nehmen ihn dankbar an. Diese Vorgehensweise hat sich bei mir in den letzten Jahren sehr bewährt. Ich hoffe das es in diesem kommenden Winter auch funktioniert.

Update Volk 2

Der letzte Stand Ende Juni war, dass ich mir bei den damaligen Völkern 2 und 3 nicht sicher war, ob überhaupt eine begattete Königin vorhanden war. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, beide Völker zusammenzulegen.

Bereits eine Woche später konnte ich die ersten Eier entdecken. Damit war klar, dass das Zusammenlegen erfolgreich war. Welches der beiden Völker letztendlich die Königin hatte, werde ich nie erfahren. Ich vermute allerdings, dass Volk 3 bereits eine Königin besaß, diese beim letzten Kontrolltermin aber noch nicht in Eiablage gegangen war. Heute führe ich beide Einheiten als Volk 2.

Bei der gestrigen Durchsicht konnte ich bereits zwei Zargen mit schöner Brut feststellen. Es waren frische Eier und reichlich verdeckelte Brut vorhanden. Das Volk wirkt außerdem sehr ruhig und besitzt trotz der schwierigen Entwicklung im Frühjahr noch eine sehr gute Volksstärke.

Update Volk 4

Auch Volk 4 entwickelt sich weiterhin sehr positiv. Die Königin legt bereits seit einigen Wochen zuverlässig Eier. Aktuell befinden sich ungefähr eineinhalb Zargen mit Brut im Volk. Die Bienenmasse ist zwar noch etwas kleiner als bei Volk 2, für Anfang August aber absolut ausreichend.

In den nächsten Tagen wird sehr viel verdeckelte Brut schlüpfen. Dadurch dürfte das Volk noch einmal deutlich an Stärke gewinnen und gut in den Spätsommer starten. Ich habe das Volk bereits auf seine endgültige Überwinterungsgröße von drei Mini-Plus-Zargen erweitert.

Honig 2026

Nach dem Abräumen der Honigräume standen insgesamt fünf volle Mini-Plus-Honigzargen vor mir.

Besonders gefreut hat mich, dass sich darin weder Brut noch nennenswerte Pollenflächen befanden. Obwohl ich komplett ohne Absperrgitter arbeite, haben die Völker den Brutbereich sauber von den Honigräumen getrennt. Genau deshalb verzichte ich bei Mini Plus meistens auf ein Absperrgitter. Ich möchte den Bienen möglichst viel Freiheit geben, ihren Brutraum selbst zu organisieren. Dieses Jahr hat das wieder hervorragend funktioniert.

Geschleudert habe ich den Honig allerdings nicht. Meine Mini-Plus-Rähmchen passen nicht sinnvoll in meine große Dadant-Schleuder. Deshalb werde ich dieses Jahr zum ersten Mal Stampfhonig herstellen.

Da ich ohnehin ungefähr 80 Prozent meines Honigs wieder an meine Bienenvölker zurückfüttere, passt diese Methode für mich sehr gut. Den gestampften Honig, die beim Verarbeiten entstehenden Honigreste und bei Bedarf noch etwas zusätzlichen Honig werde ich den Völkern in den nächsten Wochen portionsweise über den Mini-Plus-Fütterer wieder zurückgeben.

Ich bin überzeugt, dass der eigene Honig für die Bienenvölker das natürlichste und hochwertigste Winterfutter ist. Natürlich hätte ich den Honig auch einfach auf den Völkern belassen können. Dadurch wären die Beuten allerdings deutlich höher geblieben, was bei Mini Plus das Risiko eines späteren Futterabrisses erhöht. Deshalb nehme ich die Honigräume lieber herunter und gebe den Honig kontrolliert wieder zurück.

Hier ein paar Bilder als Galerie.

Varroa-Behandlung

Direkt nach dem Abräumen der Honigzargen habe ich mit der Varroa-Behandlung für den Spätsommer begonnen.

Ich habe mich dieses Mal für das Träufel mit VarroMed entschieden. Hier muss ich zwar jede Woche für die nächsten 4 Wochen behandeln. Aber das ist mit Mini Plus nicht wirklich aufwendig.

Für mich ist die Sommerbehandlung einer der wichtigsten Termine im gesamten Bienenjahr. Genau jetzt werden die langlebigen Winterbienen aufgezogen. Je geringer der Varroadruck in dieser Phase ist, desto besser sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Überwinterung. Über den weiteren Verlauf der Behandlung, die Varroakontrollen und die anschließende Einfütterung werde ich in den nächsten Wochen natürlich ebenfalls hier auf dem Blog berichten.

Fazit

Ich bin mit dem aktuellen Stand meiner Bienen Anfang August sehr zufrieden.

Nach den Unsicherheiten im Juni entwickeln sich inzwischen alle drei überwinterungsfähigen Völker in die richtige Richtung. Besonders die erfolgreiche Zusammenlegung der ehemaligen Völker 2 und 3 freut mich sehr.

Jetzt beginnt die wichtigste Phase des Jahres: Varroa-Behandlung, Auffütterung und die Aufzucht gesunder Winterbienen.

Ich werde euch natürlich auch in den kommenden Wochen regelmäßig zeigen, wie sich meine Bienen im August weiterentwickeln und ob die Völker ihren positiven Trend fortsetzen können. Ich freue mich wenn Ihr mich bei der Wintervorbereitung begleitet.

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