Anfang September ist es Zeit für ein neues Update meiner Bienen. Bei uns im südlichen Dänemark ist der Sommer inzwischen endgültig vorbei. In den vergangenen Wochen hat es viel geregnet und die Temperaturen fallen nachts teilweise schon auf etwa 10 Grad. Wirklich nennenswerte Nektarquellen gibt es jetzt kaum noch. Pollen wird zwar weiterhin eingetragen, aber frischer Nektar spielt praktisch keine Rolle mehr. Deshalb liegt der Schwerpunkt bei Meine Bienen im September jetzt ganz klar auf der Varroa-Kontrolle und der Auffütterung für den Winter.
Volk 1 – Freyja
Volk 1, das Volk Freyja, entwickelt sich weiterhin sehr gut. Ich habe mich entschieden, dieses Volk auf vier Mini-Plus-Zargen zu überwintern. Die oberste Zarge ist komplett mit Honig gefüllt und das Volk ist weiterhin sehr stark besetzt. Die Bienen fliegen an den wärmeren Tagen noch ordentlich und tragen weiterhin Pollen ein.
Die Varroa-Behandlung mit VarroMed ist nach vier Wochen abgeschlossen. Der Milbenfall war insgesamt im mittleren Bereich, sodass ich mit dem Ergebnis zufrieden bin. Um die tatsächliche Belastung noch einmal zu kontrollieren, werde ich in den nächsten ein bis zwei Wochen einen Shaker-Test durchführen. Dieser liefert einen guten Überblick darüber, wie hoch die aktuelle Varroa-Belastung des Volkes ist.
Mehr Informationen dazu dem Shaker Test als Diagnostik für die Varroa Kontrolle findet ihr hier: Produkte von Holtermann für die Varroa Diagnostik.
Volk 2
Volk 2 wird auf drei Mini-Plus-Zargen überwintern. Rein theoretisch könnte ich noch eine vierte Honigzarge aufsetzen, allerdings ist dieses Volk deutlich kleiner als Volk 1 „Freyja“. Drei Zargen erscheinen mir deshalb völlig ausreichend.
Von allen meinen Völkern besitzt Volk 2 aktuell die geringsten Futterreserven. Die vorhandenen Waben sind zwar gut gefüllt, dennoch werde ich dieses Volk in den kommenden Wochen deutlich stärker auffüttern als die beiden anderen.
Auch die Varroa-Situation sieht meiner Eeinschätzung nach sehr gut aus. Da das Volk längere Zeit weisellos war und nach dem Vereinigen mit Volk 3 vermutlich eine längere Brutpause hatte, konnten sich die Milben nicht so stark vermehren. Zusätzlich hatte ich bereits vor der eigentlichen Langzeitbehandlung 2 mal mit VarroMed behandelt als das Volk brutfrei war. Entsprechend gering war jetzt auch der Milbenfall nach Abschluss der vierwöchigen Behandlung.
Volk 4
Volk 4 sitzt aktuell gut auf zwei Mini-Plus-Zargen. Darüber befindet sich bereits eine dritte Futterzarge, denn auch dieses Volk soll mit drei Zargen in den Winter gehen. Als ich noch in Krefeld in NRW geimkert habe, wäre eine Überwinterung auf zwei Zargen vermutlich problemlos möglich gewesen. Hier im südlichen Dänemark möchte ich den Bienen jedoch etwas mehr Futterreserven mitgeben, da die Winter meist länger und kühler sind.
Die oberste Zarge ist derzeit noch kaum besetzt. Ich habe bereits etwas gefüttert, allerdings noch nicht sehr viel. Die Volksstärke nimmt weiter zu und die Königin legt nach wie vor sehr ordentlich Eier. Auch hier verlief die Varroa-Behandlung äußerst erfolgreich – es fielen nur sehr wenige Milben. Insgesamt bin ich mit der Entwicklung dieses Volkes sehr zufrieden.
Auffütterung
Der wichtigste Arbeitsschritt bei Meine Bienen im September ist jetzt die Auffütterung. Ich füttere meine Mini-Plus-Völker nicht dauerhaft, sondern gebe lieber einmal pro Woche einen größeren Futterstoß von etwa einem bis anderthalb Litern Sirup.
Aus meiner Erfahrung hat sich diese Methode bewährt. So vermeiden die Bienen, dass das Brutnest komplett mit Futter gefüllt wird. Gerade jetzt benötigen die Königinnen noch ausreichend Platz für die Aufzucht der Winterbienen. Besonders bei Volk 2 achte ich deshalb darauf, nicht zu viel auf einmal zu geben.
Ich gehe davon aus, dass die Winterbienen bereits seit einigen Tagen angelegt werden und die ersten Winterbienen Anfang Oktober schlüpfen. Bis dahin sollte auch der größte Teil der Auffütterung abgeschlossen sein. An einem der nächsten sonnigen Tage werde ich noch einmal alle Völker kontrollieren und insbesondere die äußeren Futterwaben überprüfen. Nachdem die Varroa-Behandlung nun abgeschlossen ist, liegt der Fokus vollständig auf einer ausreichenden Wintereinfütterung.
Ausblick
Langsam geht das Bienenjahr 2026 zu Ende. Natürlich laufen im Hintergrund bereits die ersten Überlegungen für die Saison 2027. Große Veränderungen plane ich allerdings nicht. Wahrscheinlich werde ich meinen Bestand auf fünf bis sechs Völker erweitern und versuchen, im kommenden Jahr etwas mehr Honig zu ernten.
Beruflich war ich in den vergangenen Wochen sehr stark eingespannt. Sobald wieder etwas mehr Zeit vorhanden ist, wird es auf meinebienen.com auch wieder regelmäßiger neue Beiträge rund um Meine Bienen im September, die Überwinterung, Mini-Plus und viele weitere Imkerthemen geben.


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