Endlich wieder Honigbienen – Freyja zieht ein

Nach drei Jahren ohne eigene Honigbienen ist es endlich soweit: Am Samstag vor einer Woche hat ein lokaler Imker das zugesagte Volk bei mir vorbeigebracht. Dieser Moment war für mich etwas ganz Besonderes – denn mit diesen Honigbienen beginnt für mich ein neues Kapitel hier in Dänemark.

Ein neues Volk Honigbienen zieht ein

Die Honigbienen wurden mir in einer Langstroth-Beute übergeben – ausgestattet mit zehn ausgebauten Rähmchen und einer guten Bienenmasse. Im Volk befanden sich etwa drei bis vier Brutwaben, allerdings noch mit wenig verdeckelter Brut. Das liegt vermutlich daran, dass die Temperaturen bis vor kurzem noch recht kühl waren und sich die Entwicklung der Honigbienen dadurch etwas verzögert hat. Bei mir ist es Tradition das ich den Königinnen auch einen Namen gebe. Diese Königin hat den Namen Freyja bekommen. Damit ist sie meine erste Bienenkönigin und mein erstes Honigbienen-Volk hier in Dänemark seit unserem Umzug vor knapp drei Jahren. Und natürlich werden alle Königinnen bei mir nordische Namen bekommen. Gar keine Frage. 🙂

Mein Plan: Bienen auf Mini-Plus umstellen

Mein Ziel ist in den nächsten 2 Wochen ist es, die Honigbienen von der Langstroth-Beute in ein Mini-Plus-System umzuwohnen. Mini Plus ist das System für meine Bienenhaltung. Hier dazu mehr warum in diesem Beitrag: Mini Plus Bienenhaltung.

Für das Umwohnen nutze ich eine bewährte Methode: Ich setze Mini-Plus-Überwinterungszargen oberhalb eines Dadant-Ablegerkastens auf. Direkt nach dem Aufstellen habe ich zunächst eine Überwinterungszarge mit 12 Mini-Plus-Rähmchen aufgesetzt. Nach einer Woche haben die Bienen den neuen Raum gut angenommen. Siehe Foto unten links. Man kann deutlich sehen, wie sie den Mini-Plus-Bereich oberhalb des Ablegerkastens besiedeln und sich dort weiterentwickeln. Einige Eindrücke davon habe ich durch die Abdeckgaze fotografiert. Das linke Bild zeigt die Annahme des Mini Plus Raums nach einer Woche. Das Foto daneben ist 3 Tage später aufgenommen worden. Hier ist der deutliche Fortschritt klar zu nehmen. Die Zargen sind voll ausgebaut und der Honig wird schon oben am Rähmchen teilweise verdeckelt. Das war gestern.

Erweiterung und nächste Schritte

Damit sich das Volk weiter optimal entwickeln kann, habe ich gestern bereits die zweite Überwinterungszarge heute (05.05.26) aufgesetzt. Jetzt warte ich noch bis Ende der Woche auf stabil wärmere Temperaturen. Sobald es soweit ist, werde ich den unteren Langstroth-Ablegerkasten entfernen und die Honigbienen vollständig in die originalen Mini-Plus-Zargen mit jeweils 6 Rähmchen überführen.

Ziel ist es, die Honigbienen sauber und stressarm in das neue System einlaufen zu lassen.

Brutableger für meinen zweiten Standort

Ein weiterer spannender Schritt steht dann ebenfalls an: Die verbleibenden Langstroth-Rähmchen mit Eiern und Brut werde ich nutzen, um einen Brutableger zu erstellen. Diesen Ableger plane ich an einem zweiten Standort aufzustellen. Da der Ableger auf Langstroth sitzt, muss ich dann spontan entscheiden wieviel Bienenmasse ich dem Freyja Volk wegnehme damit gute Chancen bestehen das es der Ableger schafft sich eine neue Königin zu ziehen. Mehr Bienen ist immer besser als zu wenig Bienen wenn es um Ableger geht hat mir meine Erfahrung gezeigt. Ein großer Vorteil beim Arbeiten mit Mini-Plus: Man benötigt deutlich weniger Bienenmasse als bei großen Beutensystemen. Das macht es einfacher, neue Völker aufzubauen. Darum wird Mini Plus sehr gerne ebenfalls zur Königinnenzucht verwendet. Wichtig ist dabei vor allem die Temperatur: Nach meiner Erfahrung sollten die Nachttemperaturen nicht unter 10 °C fallen. Laut aktueller Wettervorhersage dürfte das ab dem kommenden Wochenende gegeben sein – daher plane ich genau dann die Bildung des Brutablegers.

Sobald alles abgeschlossen wurde, werde ich hier wieder berichten.

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